Die meisten Veranstaltungen zu KI im Qualitätsmanagement haben ein Problem: Vorne steht jemand mit Folien, hinten sitzen Leute mit Fragen, die nie gestellt werden. Der KI & Q Stammtisch der TQU GROUP dreht das um. Die Reihe läuft schon eine Weile, mit wechselnden Gastgebern aus der Industrie — und ich bin als Referent von KIundQ mit dabei. Die nächste Runde richtet TRUMPF in Ditzingen aus.

Nächster Termin: Donnerstag, 3. September 2026, ab 18:30 Uhr — vor Ort bei der TRUMPF SE + Co. KG in Ditzingen. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Anmeldung läuft über die TQU GROUP.

Warum Stammtisch und nicht Seminar

Ein Stammtisch lebt davon, dass alle etwas beitragen. Genau das braucht das Thema KI im Qualitätsmanagement gerade: Die spannendsten Erkenntnisse kommen nicht aus dem Vortrag, sondern aus dem Satz „bei uns haben wir das mal so probiert — und das ging schief". Solche Sätze fallen in einem Seminarraum mit Zertifikatsdruck selten. In einer kleinen Runde am Abend fallen sie ständig.

Die TQU GROUP beschreibt das Format selbst als „kein klassisches Seminar und keine reine Vortragsveranstaltung" — und genau so fühlt es sich an: ein fachlicher Impuls als Aufhänger, danach Austausch unter Qualitätsleuten aus unterschiedlichen Branchen. Kein Verkaufstermin, keine Werkzeugdemo mit Kaufabschluss am Ende.

Worum es tatsächlich geht

Die Fragen, die in solchen Runden hochkommen, ähneln sich quer über die Branchen hinweg:

  • Wo fängt man sinnvoll an? Nicht „KI im ganzen Unternehmen", sondern der eine Prozess, der heute schon wehtut — wiederkehrende Reklamationen, Prüfberichte, 8D-Reports, FMEA-Vorbereitung.
  • Was passiert mit unseren Daten? Was darf in ein Cloud-Modell, was gehört auf einen lokalen Rechner, und wie begründet man das intern belastbar.
  • Wie behält der Mensch die Entscheidung? KI liefert Struktur und Vorschlag, das Urteil bleibt beim Qualitätsteam — das ist nicht nur eine Frage der Haltung, sondern auch die praktische Antwort auf viele Anforderungen des EU AI Acts.
  • Was hat wirklich funktioniert — und was nicht? Der ehrlichste und meist wertvollste Teil des Abends.

Mein Beitrag als Referent ist der Praxisanteil: Was in echten Qualitätsprozessen mit KI heute schon trägt, wo die Grenzen liegen, und woran Projekte in der Fertigung typischerweise scheitern. Nicht als Zukunftsvision, sondern an Fällen, die Teilnehmende am nächsten Tag im eigenen Betrieb wiedererkennen.

Was am 3. September auf dem Programm steht

Den Auftakt macht eine Keynote aus dem KI Lab von TRUMPF zur eigenen KI Journey — also der ehrliche Blick eines Fertigungsunternehmens auf den eigenen Weg, nicht die Hochglanzversion. Danach folgen kurze Impulse und moderierte Runden, gestaltet von der TQU GROUP, MachX und Bergmaier Innovations. Inhaltlich geht es um die realistische Einschätzung, was sich im QM überhaupt automatisieren lässt, was KI mit Audits, Managementsystemen und Reklamationsprozessen macht — und in einem Use Case Sprint darum, aus Ideen einen konkreten nächsten Schritt zu machen. Welche Themen dabei auf den Tisch kommen, bestimmen die Teilnehmenden mit.

Für wen sich der Abend lohnt

Die Reihe richtet sich an Führungskräfte im Qualitätsmanagement und an Entscheider, die für Prozesse, Audits, KI-Einsatz oder regulatorische Anforderungen verantwortlich sind. Tiefe KI-Vorkenntnisse braucht es nicht — wohl aber die Bereitschaft, den eigenen Fall auf den Tisch zu legen. Wer mit einer konkreten Frage kommt, geht in der Regel mit mehreren brauchbaren Antworten wieder raus.

Danke an die Gastgeber

Dass so ein Abend funktioniert, ist keine Selbstverständlichkeit. Danke an die TQU GROUP, die die Reihe seit Längerem trägt und ihr den Rahmen gibt — und an TRUMPF, die den Termin im September bei sich in Ditzingen ausrichten und dafür den eigenen Standort für einen offenen Austausch über KI öffnen. Genau diese Offenheit macht den Unterschied zwischen einer Veranstaltung und einem Gespräch, aus dem alle etwas mitnehmen.

Kommen Sie dazu

Donnerstag, 3. September 2026, ab 18:30 Uhr, bei der TRUMPF SE + Co. KG in Ditzingen — Teilnahme kostenfrei. Die Runden sind bewusst klein gehalten, damit der Austausch funktioniert. Eine frühe Anmeldung lohnt sich also:

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Wenn Sie dabei sind: Bringen Sie Ihren konkreten Fall mit. Genau davon lebt der Abend.

Wie ein solcher Praxisfall in einem fertigen Werkzeug aussieht, zeigt der 8D Checker.